Egon Digon
Lebenslauf
Geboren 1964 in Brixen, Italien
Studium am Kunstlyzeum St. Ulrich/Gröden
Abschluss als Bildhauermeister 1987
1994–2025 Aussteller bei UNIKA
1999–2004 Präsident des Kunstvereins UNIKA
Einzelausstellungen
09.–22.11.2019 Kunstgalerie Gli Angeli, Bergamo, Italien
17.10.–07.11.2020 „Ёur“, Vijion Kunstgalerie, St. Ulrich, Italien
20.07.–30.09.2023 „Druck und Dehnung“, Museum Hans Wassermann, Niederdorf, Italien
19.06.–29.09.2024 „Egon Digon – Holzskulpturen“, Galerie im Venet-Haus, Neu-Ulm, Deutschland
Gruppenausstellungen
2018 Teilnahme an der monumentalen Bildhauerveranstaltung, Bad Ragaz, Schweiz
18.07.–31.09.2018 „Taking Shape“, Haus 17 Luxemburg, Galerie Zadra, Luxemburg
06.03.–31.03.2019 „In den Fußstapfen unserer Vorfahren“, Haus 17, Luxemburg
2019 15. „Sculptura“, Wasserburg am Bodensee, Deutschland
27.08.–24.09.2022 „Capacity of Line“, Vijion Art Gallery, St. Ulrich, Italien
20.01.–02.03.2023 „Raumwunder“, Galerie von Braunbehrens, Stuttgart, Deutschland
18.03.–04.06.2023 „Mudazion“, Museum Franzensfeste, Südtirol, Italien
14.12.2023–13.01.2024 „Eternal Moment“, Galerie Reitz, Zürich, Schweiz
12.07. –13.10.2024 - Palazzo Aliprandini, Livo, Val di Non
28.03. –31.05.2025 “Pesc” Gruppenausstellung UNIKA Stadtmuseum Klausen
Weitere Angaben
Künstlerisch vertreten durch Galleria Gagliardi, San Gimignano, Toskana, Italien
Künstlerisch vertreten durch Vijion Art Gallery, Gröden, Italien
06/2018 Veröffentlichung der Monografie „Distortions“, Egon Digon, Verlag Dialogwer
Teilnahme an nationalen und internationalen Kunstmessen und Ausstellungen
(u. a. Positions Berlin, Art Salon Zürich, AAF Hamburg, Art Karlsruhe, Volta Basel,
AAF London, Discovery Art Fair Köln/Frankfurt)
Egon Digon – Illusion und Irritation
Egon Digons künstlerisches Werk ist eine faszinierende Reise in die Welt der geometrischen Formen – eine Welt, die er bewusst auflöst, hinterfragt und neu definiert. Mit großer Sensibilität erforscht er die Möglichkeiten der Verzerrung und transformiert Holz zu ausdrucksstarken Skulpturen, die Wahrnehmung und Erwartung des Betrachters herausfordern.
Durch die gezielte Verformung geometrischer Grundstrukturen durchbricht Digon deren formale Strenge und verleiht ihnen eine überraschende, beinahe organische Weichheit. Aus seiner tiefen Auseinandersetzung mit Linie, Kante und Volumen entwickelt er eine eigenständige Formensprache, in der Präzision und Sinnlichkeit in spannungsreicher Balance stehen.
Die meisterhaft geschnitzten Arbeiten zeugen von großer handwerklicher Hingabe und einem ausgeprägten Gespür für Details. Bei näherer Betrachtung entfaltet sich ein komplexes Wechselspiel von Verdichtung und Leere, von weichen Übergängen und klaren Schnitten. Die Zerlegung und Neuordnung der Geometrie erzeugt eindrucksvolle visuelle Illusionen, die den Blick immer wieder in Bewegung versetzen.
Digons Skulpturen irritieren und faszinieren zugleich: Sie entziehen sich einer eindeutigen Lesart und eröffnen ständig neue Perspektiven. Indem er die vermeintliche Starrheit des Materials Holz auflöst, entstehen fließende, teils biomorphe Formen, die das Material seiner Schwere entheben und ihm eine unerwartete Leichtigkeit verleihen.
In der kontinuierlichen Entwicklung seines Werks lässt Egon Digon Veränderung bewusst zu. Sie wird zum Motor seiner künstlerischen Praxis – als Impuls für Erneuerung, für ein offenes, selbstbestimmtes Denken und für einen immer wieder neu ansetzenden, spannungsvollen künstlerischen Prozess.
Informationen anfordern